Honduras und seine "Peligroso"-Hauptstadt Tegucigalpa - vom 01.02.2004 (17)
Hi Ihr Lieben!
haenge immer noch in San Salvador fest... Nachdem die
Antibiotika nicht so ueberzeugend anschlugen, hab ich
mich ueberzeugen (oder ueberreden?) lassen, es mit
einer taeglichen Penecillin-Injektion (neben
Ibuprofen) zu probieren... Weiss ja nicht, ob das eine
bessere Idee war, da ich dadurch jeden Tag zum Centro
de Salud muss... Aber es ist eine Abwechslung vom "vor
sich hinliegen, Fuss hochlegen,..." - und wenn es denn
rasche Abhilfe schafft.... Werde schon wieder ungeduldig...
Das Penecillin ist wirklich ein ganz schoener Hammer:
die Zeit vergeht und ich verschlafe einen Grossteil
des 24-Stunden-Tages.... Humple aber dummerweise immer
noch durch die Gegend. Mal schaun, wann ich dazu
komme, etwas mehr von dieser Stadt zu sehen als die
Strasse von meiner Unterkunft via "Cyber-Videothek"
zum Centro de Salud und zurueck...
Bevor ich hierher kam, hab ich aber bereits die
Hauptstadt von Honduras ein bisschen kennen gelernt:
TEGUCIGALPA
... heisst in der Sprache der Indigenas "nahuatl":
Silberberg... Tatsaechlich wurden im nahen San
Juancito Minen eroeffnet... allerdings eher Goldminen.
Die urspruengliche Hauptstadt hiess Comayagua... und
es regiert immer noch das Geruecht, dass
Praesident Marco Aurelio Soto die Hauptstadt 1880 nur
deshalb nach "Tegus" verlegte, da er dort eine
Geliebte hatte, die in Comayagua nicht akzeptiert
wurde. Als Dank ist sein Kopf auf der 500er-Banknote
zu bewundern..
Tegucigalpa von oben
"Tegus" ist die Stadt des "peligroso" (gefaerlich)...
Egal wen ich dort nach einem Weg fragte und wohin ich
wollte... Am Schluss der freundlichen Auskunft kam
fast immer ein: "Aber Achtung! Hier gibt es viele
"Ladrones" (Gauner)!" Immer der Hinweis darauf, wie
gefaehrlich alles ist...
Mein Schutzengel war aber - im Team mit Emma und Florcita :-)-
wieder sehr erfolgreich...
Habe bisher Gewalt oder Uebergriffe noch nicht einmal von weitem
gesehen... Fuer diejenigen, die Emma nicht kennen: Sie
ist eine kleine (Stoff)Haesin, die mich auf meiner
Reise begleitet - und sie hat in Nicaragua
Verstaerkung bekommen: Florcita ist ein kleines
Ameisenbaer-Schweinchen... zusammen sind wir
"unwiderstehlich"!... :-) O.k., bloeder Kommentar
am Rande...
(Nachtrag: Zu bewundern sind die beiden auf einem
Photo etwas weiter unten... )
In "Tegus" leben ca. 1 Mio. Menschen... und es gibt
sicher auch noch Leben dort nach 20.00 Uhr... aber
dies ist gut versteckt und nicht direkt im Zentrum...
Ab 6 p.m. schliessen die meisten Laeden und die
fliegenden Haendler bauen ihre Staende ab... und legen
sich teilweise direkt zum Schlafen daneben. Einzelne
Laeden haben etwas laenger offen, sind aber durch
Eisengitter vor Uebergriffen geschuetzt... Der kleine
Laden eines dort verkaufenden Chinesen wirkt wie eine
Gefaengniszelle, in die er sich freiwillig taeglich
einsperrt... denn er hat dank dieser Gitterstaebe
schon viele (bewaffnete) Attacken ueberlebt... Aber
die Gehsteige sind ab 7 Uhr reichlich leergefegt, die
letzten Restaurants im Zentrum schliessen um 20.00 Uhr
(!!!)... Immerhin gibt es noch Internet-Orte, die bis
21 bzw. 22 Uhr offen haben... aber dann...? In einem
der Internetcafes lernte ich einen netten Salvadoreno
kennen, der mir an einem Abend eine Kneipe zeigte, die
bis Mitternacht offen hatte und in der auch getanzt
wurde. Und danach hatte ich Geleitschutz bis zu meinem
Hotel... Doch... es sind schon noch vereinzelt
Menschen nach 8 Uhr auf der Strasse, aber fast
ausschliesslich Maenner... und diese fast nur in
Gruppen... und es riecht ueberall nach "peligroso"...
Friedhof
An diesem Abend erfuhr ich u.a., dass drei "Dinge"
Honduras ausmachen: Politik, Religion... und Fussball!
Jose spielt auch taeglich Fussball und lud mich ein,
am naechsten Tag doch mal vorbei zu schauen... und
mitzuspielen, wenn ich denn wolle... Sie wuerde dort
nur zum Spass spielen und es waeren auch "muchachas"
dabei... Waere sicher interessant gewesen, aber bin
nun mal keine Fussballerin... Letztendlich ging ich
dann doch eher wieder meinen Weg...
Hab mindestens zwei recht schoene Parks dort
entdeckt... den "Loewen-Park", der luftig weiter oben
gelegen einen schoenen Blick auf die Stadt eroeffnet
Friedhof... und den Concordia-Park, in dem
Nachbildungen von Maya-Stelen aus Copan in Verbindung
mit wunderschoenen Baeumen eine faszinierend-ruhige
Stimmung verbreiten..
Parque de Concordia
Na... und dann hab ich noch die Markthallen und den
Zentralfriedhof besichtigt... um spaeter zu erfahren,
dass das besonders "pelegroso" war... aber auch sehr
beeindruckend... :-)
War in den ueberdachten Markthallen auf der Suche nach
Ersatz fuer meine Wanderschuhe... denn bei denen sind
die Sohlen eindeutig nicht mehr vulkantauglich (duenn
und profilarm...). Hatte schon welche fuer ca. 15
Dollar in Managua erstanden, diese dann aber - wg.
"doch zu gross" - in Esteli wieder verabschiedet... In
einem Schuhgeschaeft in Tegus wurde ich dann
tatsaechlich zu einem sogar noh etwas guenstigeren
Preis fuendig... Hoffe, sie tatsaechlich nochmal an
einem Vulkan in Guatemala ausprobieren zu duerfen...
denn: in Honduras gibt es keinen einzigen Vulkan... in
den anliegenden Nicaragua, Honduras und Guatemala
"jede Menge"... und NOCH sagt mein Fuss eindeutig
"njet"... :-(
Abgelaufen... mit Emma und Florcita
Die Stadt Tegucigalpa liegt in einem Tal, hat einen
Flughafen und ist leider - wie auch Managua und San
Salvador - reichlich versmoggt... Auf einem der Huegel
steht eine riesige weisse Christus-Figur, die die
Stadt und das Tal zu segnen scheint... Irgendwie uebte
dieser Huegel eine Anziehungskraft auf mich aus...
El CHRISTO
...und an einem meiner vier Tage in Tegus pilgerte ich
zunaechst zum recht idyllischen "Parque de Leona" mit
schoener Aussicht... und fragte mich dann weiter durch
in Richtung "Christo"... Die meisten schauten mich
zunaechst erstmal etwas erstaunt an: "alleine? zu
Fuss? das ist aber weit...und so viele Stufen..." aber
dann zeigten sie mir doch, wo es denn lang ging...
(Wie mir mein freundlicher Museumsbegleiter spaeter
erklaerte, machen auch hier viele Menschen nur so
viele Wege zu Fuss wie denn irgend noetig...)
Die Steigung erinnerte mich an den weissen Christo in
Cochabamba, zu dem ich letztendlich nicht aufgestiegen
bin... und an meinen Christo-Aufstieg in Cuzco (Peru)
vor zwei Jahren... aber in Tegus waren es mehr
Treppenstufen... Zunaechst fuehrten diese durch
relativ arme Viertel. Viele Kinder spielten auf der
Strasse, ein Blick durch die offene Tuer in den oft
einzigen Raum zeigte Menschen, die Radio hoerten oder
in einen kleinen ziemlich verschneiten Bildschirm
schauten... Das letzte Stueck aufwaerts fuehrte durch
ein kleines Waldstueck... War schon am Ueberlegen, ob
ich mich nun unsicher fuehlen soll, da kam mir ein
netter Hondureno mit einem grossen schweren
Holzbuendel auf dem Ruecken und seiner kleinen Tochter
entgegen... Ich gruesste und meinte, seine Last sei
sicher reichlich schwer... Er meinte daraufhin, "ja,
aber wir sind daran gewoehnt"... Nach einem kleinen
Plausch fuehlte ich mich auf diesem Weg wieder wohl...
und stieg nun mit der Mission aufwaerts, seine Tante
Maria von ihm zu gruessen, die dort oben den Park
sauber haelt... Der Park rund um den Christo war auch
wirklich beeindruckend und wirkte recht einsam...
El Christo...
... aber nach einer Weile kamen Leute, einige Frauen, Kinder,
Hunde... Die Aussicht war wirklich beeindruckend...
(Nachtrag: siehe Photo oben!)
und ich traf dort eine nette Hondureno-Familie, die
mir erklaerte, wo der Hurrican Midge im Oktober 1998
lang gefegt war und einen breiten Streifen der Stadt
verwuestet hatte... (Durch Midge starben in Honduras,
Nicaragua und Nachbarlaendern 10.000 Menschen!!!) Was
mir auch sehr gut gefiel, war der chinesische Platz,
auf dem eine Figur von Konfuzius eine friedliche
Stimmung ausstrahlte und so relativ nah (aber deutlich
bescheidener wirkend) bei Christo stand...
Konfuzius
Ich nutzte dies
um dort etwas T'ai Chi zu machen und machte mich dann
rasch an den Abstieg, um gut vor der Dunkelheit wieder
unter Menschen zu sein... was mir auch gelang... :-)
Diesmal waren es andere Treppenstufen, ich verlief
mich trotz Fragen auch zwischendrin mal, aber dank
freundlicher Hinweise war das alles eine schoene
Erfahrung...
Wie ich am Tag drauf im Historischen Museum erfuhr,
hat der "Christo" eine kurze aber bewegte Geschichte.
Die katholische Kirche hatte wohl schon lange die
Idee, diese Riesenstatue auf dem Picacho-Huegel beim
Park der Vereinten Nationen zu errichten. Aber
saemtliche andere Kirchen und weitere Gruppierungen
sprachen sich strikt dagegen aus mit dem Argument,
dass diese Millionen doch viel besser zur Bekaempfung
der Armut eingesetzt waeren. Es soll neben Protesten
sogar Streiks gegeben haben... Aber 1997 setzte sich
die katholische Kirche ueber alle Proteste hinweg und
seitdem praegt der weisse Christo das Stadtbild...
Gut, dass ich das nicht vorher wusste... sonst haette
ich mir diesen Aufstieg wohl gespart...
ZUR GESCHICHTE HONDURAS
Im Historischen Museum erfuhr ich dann am naechsten
Tag aber noch viel mehr Interessantes ueber Honduras:
Die Hondurenos - und insbesondere auch ihre
militaerischen Truppen - werden "Catrachos" genannt...
in Erinnerung an General Florencio Xatruch, der 1871
gegen den Gringo William Walker kaempfte. Walker
versuchte zu jener Zeit - zunaechst angeheuert von
Leon (Nicaragua) - ganz Zentralamerika zu erobern
und sich zu unterwerfen... womit er aber trotz einiger
hartnaeckiger Versuche scheiterte.
Das Museum selbst ist eine frei stehende sehr schoene
Villa auf einem Huegel mit faszinierendem Blick auf
die Stadt. Sie gehoerte dem Honduras-Praesidenten
Julio Lazano Diaz und seiner Frau Dona Laura... Er
regierte nur 1954 bis 1956, denn als er 56 versuchte,
das Land als Diktator weiter zu regieren, wurde er mit
einem Staatsstreich abgesetzt. Er setzte sich - wie
viele seines Kalibers - nach Miami ab und starb nach
kurzer Zeit an einem Herzleiden. Seine Frau vermachte
das Anwesen - da kinderlos - dem Staat Honduras... Hab
im Museum auch einen Fluegel mit einigen deutschen
Noten gesehen. Der deutsche Komponist Carlos Hartling
lebte wohl laengere Zeit in Honduras und hat die lange
gueltige - inzwischen allerdings abgeloeste -
Landeshymne von Honduras komponiert...
Die Landeswaehrung in Honduras sind Lempiras... in
Erinnerung an den Indigena Lempiras, der sein Volk und
Land relativ eine Zeit lang erfolgreich gegen die
Spanier verteidigte... allerdings dann durch einen
Hinterhalt ("wir wollen nur reden") von Spaniern
ermordet wurde. Sein Bild ist immer noch auf der
1-Lempiras-Note abgebildet... (knapp 18 Lempiras sind
1 US-Dollar wert...).
Am 15. September 1821 erlangten die fuenf Laender
Zentralamerikas (Nicaragua, Honduras, Costa Rica,
Guatemala und El Salvador) die Unabhaengigkeit von
Spanien... Ein Jahr spaeter wurde Honduras von Mexiko
annektiert, loeste sich aber 2 Jahre spaeter davon und
wurde Teil der Federacion Centroamericana, die sich
1824 bis 1838 hielt. Am 15. November 1838 wurde
Honduras endgueltig unabhaengig.
Wie mir der nette Fuehrer dort erklaerte, gab es in
Honduras wenig Kriege... allerdings einen von 1924 bis
1933, der wohl insbesondere durch die beiden 1891
gegruendeten Parteien ausgeloest wurde... und dies
obwohl beide - lt. Fuehrer - sehr aehnliche Ideen und
Ziele verfolgten... Zu dieser Zeit wurde das Rote
Kreuz in Honduras gegruendet... (eins der wenigen
Photos mit Frauen in diesem Museum).
General Carrias Andino beendete den Krieg 1933 und
regierte das Land dann bis 1949... 12 Jahre davon als
Diktator. Er regierte mit harter Hand und fuehrte
"Arbeit fuer Gefangene" ein. In seiner Zeit entstanden
viele Parks, Strassen, ein Krankenhaus, das Stadion...
... und dann gab es da 1969 noch den sogenannten
"Fussballkrieg", der allerdings im Museum
unberuecksichtigt bleibt, da dort - angeblich aus
Platzgruenden - nur die Geschichte bis 1963 gezeigt
wird.... Zwischen 1950 und 1960 suchten an die 300.000
Salvadorenos Arbeit in Honduras, da ihr kleines Land
unter Ueberbevoelkerung und einer schwierigen
Wirtschaftssituation litt... 1969 wurden 500
Salvadorenos zurueckgeschickt... und weitere 15.000
kehrten frustriert aus anderen Gruenden zurueck.. Im
Juni 1969 spielten Honduras und El Salvador in San
Salvador beim Fussball-Weltcup gegeneinander. Die
Honduras-Fans wurden nach dem Spiel von Salvadorenos
angegriffen... daraufhin wies Honduras weitere
Salvadorenos aus und schloss seine Grenzen. Dies
beantwortete El Salvador mit einer Invasion und einer
Bombardierung von Flughaefen in Honduras... Der Krieg
selbst dauerte nur 100 Stunden, hinterliess aber viel
Hass... Der Friedensvertrag wurde erst 1980
unterzeichnet...
Cementerio
Wie mir mein Reisefuehrer verriet, wurde Honduras in
den 80er Jahren ganz heftig von seinen naeheren und
ferneren Nachbarn gepraegt. Nachdem die Revolution in
Nicaragua 1979 siegte, bauten die USA in Honduras die
Konterrevolution ("Contras") auf... und in El Salvador
brach 1980 der Zivilkrieg aus. Somit war Honduras
bevorzugte Basis fuer US-Aktionen vor Ort. Auf
US-Druck wurden in Honduras nach 17 Jahren
Militaerherrschaft Wahlen durchgefuehrt und Roberto
Suavo Cordoba wurde Praesident... zentrale
Entscheidungen wurden jedoch weiterhin vom Militaer
unter General Gustavo Alvarez gefaellt.. Als der
Schauspieler Ronald Reagan 1981 in den USA an die
Macht kam, wurden Militaercamps in Honduras sowohl
fuer Angriffe in Nicaragua als auch in El Salvador
auf- und weiter ausgebaut. 1983/84 wuchs der
Widerstand in Honduras gegen seine Rolle als US-Basis:
General Alvarez wurde abgesetzt und das
US-Militaertraining fuer Salvadorenos wurde gestoppt.
Bei den Wahlen 1985 gewann seltsamerweise der Kandidat
der Liberalen (mit 27% der Stimmen) gegen den
Kandidaten der Nationalen Partei (42% der Stimmen).
Der "Contra-Krieg" gegen Nicaragua wuchs.. 1988
agierten 12.000 Contras von Honduras aus. Dagegen
gingen in Tegucigalpa und San Pedro Sula insgesamt
100.000 Menschen auf die Strassen, woraufhin ein
Ausnahmezustand erklaert wurde. Im November 1988
weigerte sich Honduras erstmals, die USA weiter
militaerisch gegen Nicaragua zu unterstuetzen... und
der Wahlsieg von Violeta Chamorro 1990 in Nicaragua
beendete dieses Kapitel...
Tegucigalpa
Die 90er Jahre waren staerker von wirtschaftlichen
Problemen gepraegt: Praesident Rafael Leonardo
Callejas Romero (Nationale Partei) war mit dem
Versprechen eines stabilen Lempira angetreten, aber in
der Zeit seiner Regierung sank der Lempira-Wert von 2
auf 8 Lempiras / US-Dollar. Somit stiegen die Preise
fuer die Bevoelkerung... und die Armut nahm zu.
November 1993 gewann der Kandidat der
Mitte-Rechts-Liberalen Partei Carlos Roberto Reina
Idiaquez... unter seiner Regierung sank der Lempira
bis 1996 auf 12 Lemp./1 US-Dollar... und heute ist der
Lempira grad noch knapp 18 Lempiras / 1 US-Dollar
wert.. Im Januar 1998 gewann mit Carlos Roberto Flores
Facusse erneut ein Kandidat der Liberalen Partei. Sein
Versuch, die Wirtschaft zu modernisieren, wurde durch
den Hurrikan Midge gestoppt... Durch Midge starben in
Honduras, Nicaragua und Nachbarlaendern ca. 10.000
Menschen... und allein in Honduras entstanden Schaeden
von ca. 3 Billionen US-Dollar...
Seit 2002 ist Ricardo Maduro (Nationale Partei) an der
Macht. Einer seiner Schwerpunkte liegt darin, die
Wirtschaft nach den Anforderungen des Fondo Monetario
Internacional auszurichten. Damit hat er erreicht,
dass morgen ein Vertrag zwischen Honduras und dem FMI
unterzeichnet wird, der Honduras weitere 100 Mio.
US-Dollar Darlehen und 100 Mio. US-Dollar
Unterstuetzung gewaehrleistet. Auf der anderen Seite
sind die Preise fuer Benzin und Wasser dieses Jahr
gestiegen, das Minimalgehalt ist allerdings
eingefroren. Auch in diesem Land geht die Schere
zwischen Armen und Reichen weiter auseinander. Durch
die zunehmende Gewalt im Land durch Banden (Maras)
trat in seiner Regierungszeit auch das
"Anti-Mara-Gesetz" in Kraft (mehr dazu im naechsten
Mail...)
Auch Honduras kaempft mit einer verstaerkten
"Entwaldung"... hat aber immerhin inzwischen 40
Naturschutzzonen und 20 Naturreservate
ausgeschrieben... werde aber wohl leider wenig Zeit
zur Besichtigung haben... :-(
NACHTRAG:
...hab diese Mail in San Salvador begonnen (siehe
oben), inzwischen aber den Absprung nach Honduras
geschafft... :-) Mein Fuss nervt und blockiert leider
immer noch, bin aber inzwischen in Copan bei den
absolut beeindruckenden Ruinen gelandet. Versuche es
seit gestern mit Maya-Medizin... irgendwie muss mein
Fuss doch zur Weiterreise zu ueberzeugen sein... ;-)
Euch ganz viele Sonnengruesse aus dem sommerlichen
Copan!
Eure immer noch reichlich ausgebremste Babette