Weltweit haben auch an diesem 8. März zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen
statt gefunden, die darauf hinweisen und daran erinnern wollen, dass
auch heute noch täglich unzählige
Frauen und Mädchen misshandelt, benachteiligt und unterdrückt werden.
Und dies in jedem Land in etwas anderer Form und Dimension - sei es
in Gesellschaften, in denen Frauen und Mädchen gegen ihren Willen beschnitten, bevormundet und/oder
verheiratet werden, sei es in vielen westlichen "sog. fortschrittlichen" Ländern,
in denen der Frauenanteil in Chefetagen und das Durchschnittseinkommen von Frauen
verglichen mit dem der Männer "Bände" zur verkündeten Gleichberechtigung
spricht... oder sei es im "ganz alltäglichen Wahn" von Gewalt gegen Frauen
und Mädchen - meist hinter verschlossenen Türen.
Oder auch ganz offen - wie bei den Ausschreitungen in der Türkei, bei
denen Frauen und Mädchen, die dieses Jahr an 8.März-Kundgebungen teilnahmen,
erbarmungslos nieder geprügelt wurden.... Basta ya!
Vieles haben mutige Frauen bereits erreicht - aber es bleibt viel zu tun und
zu verändern. Wegsehen hilft nicht - Frauenrechte sind Menschenrechte - weltweit.
Solidaritaet mit Frauen in Ecuador: Esperanza kämpft in Ecuador für Frauenrechte und plant zum 8. März mit dort
ansässigen Frauen einige Aktionen. Aber wie so oft ist vieles davon nur mit Hilfe
einer kleinen Finanzspritze umsetzbar. Wer Frauenprojekte in Ecuador unterstützen will, kann dies durch eine Spende an
das Konto "Esperanza", Konto-Nr.: 3250330686 bei der Postbank, BLZ: 701 100 88.
Derzeit ist Heike Kammer von den Peace Brigades International e.V.
auf Vortragsreise in Deutschland unterwegs und berichtet über Vergangenheit
und Gegenwart in Chiapas. Sie war lange Jahre vor Ort. 1999 wurde
ihr der Menschenrechtspreis der Stadt Weimar überreicht - und ich hatte die Chance,
ihren Vortrag im Januar in Frankfurt zu erleben.
Die Unterstützer/innen der EZLN in den indigenen Gemeinden versuchen eine eigene
autonome Gesellschaftsform aufzubauen, im Widerstand gegen ein neoliberales
Wirtschaftssystem, welches sie nur immer mehr in Armut bringt. Aus eigener Kraft
mit Hilfe mexikanischer und internationaler Solidarität entstehen autonome
Schulen und Gesundheitsversorgung, ökologische Landwirtschaft und es wird fairer
Handel gefördert.
Detaillierte Informationen zum Konflikt in Chiapas findet Ihr auch auf der Seite
der Organisation Sipaz
.
Termine weiterer Veranstaltungen mit Heike Kammer findet Ihr hier!
- und hier die Einladung zur Veranstaltung am 22. Februar in Konstanz!
Wer unterstützen will und/oder eine Idee hat, wo eine weitere Veranstaltung mit ihr stattfinden könnte, findet
mehr Infos hier!
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Hauptpersonen sind der berühmte chilenische Dichter und Politiker
Pablo Neruda - und der auf der Isla Negra tätige Briefträger Mario.
Der Film stellt einen kleinen Ausschnitt von Nerudas literarischem
Werk und seines (politischen) Leben vor. Darüber hinaus
wirft er ein Schlaglicht auf Salvador Allendes Wahlsieg in Chile, gefolgt von Militärputsch und
Präsidentenmord.
Einige von Euch haben den Film eventuell schon gesehen (wie ich auch). Aber sich
diesen überwiegend leisen, aber sehr eindrucksvollen Film mehrfach anzusehen,
lohnt sich meines Erachtens allemal. Die Filmversion ist spanisch mit deutschen Untertiteln.
Der Abend bietet zwei Tanzshow-Aufführungen "Las Danzas de Cuba" mit Anna Rodriguez
und Roelvis Garcia Jalil (beide aus Cuba), einen Kostümwettbewerb... und viel
Tanzmusik. => Mehr dazu!
Beginn: 20.00 Uhr * Eintritt: 5,- EURO
Und noch ein Termin für Freund/innen cubanischer Boleros:
Am Donnerstag, 20. Januar findet ebenfalls in der LatinArt Gallery
ein Bolero-Abend mit cubanischer Live-Musik statt.=> Mehr dazu!
Beginn: 20.00 Uhr * Eintritt: 4,- EURO
Auch zu dieser Veranstaltung kamen etwa 50 Interessierte!
Noch immer ist die indigene Bevölkerung Guatemalas - über 60% sind Maya - stark
benachteiligt. Der 35-jährige Bürgerkrieg hat in Guatemala erschreckende
Spuren hinterlassen. Dennoch gibt es auch Zeichen der Hoffnung. Protestmärsche, Menschen
auf der Suche nach Glück, glitzernde Seen, Indigena-Feste und einiges mehr
zeigten einen kleinen lebendigen Ausschnitt dieses rundum beeindruckenden
Landes.
Auch El Salvadors Schicksal ist eng mit Geschichte, Wirtschaft und Politik des
übermächtigen "Nachbarn" USA verknüpft. Auch dieses Land hängt am Tropf der "remesas"
(Geldtransfers von in die USA ausgewanderten Familienangehörigen) und setzt
auf billige Arbeitsplätze in den "Weltmarktfabriken" ihrer Freihandelszonen.
Neben dem überwältigenden Millionen-Wahlkampf des neuen Präsidenten "Tony" Saca
wurden Ruinen, Stadtperspektiven und der eigenwillige Vulkan Izalco vorgestellt.
An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Anwesenden
für Euer Durchhaltevermögen und das rundum begeisterte Feedback!
Mehr Bilder von dieser Veranstaltung findet Ihr hier!
P.S.: Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann mir zu
einer erneuten Vortragsgelegenheit verhelfen... :-)
54 Interessierte sind zu meiner Veranstaltung gestern abend ins Dritte-Welt-Haus
gekommen! Viel mehr Stühle hätte der Raum auch nicht gefasst...
Nach einem umfassenden Einblick in die bewegte Geschichte und turbulente
aktuelle Situation Nicaraguas luden Naturschönheiten, Inselgeschichten und
Stadtansichten zur mentalen Fernweh-Reise ein.
Auch Honduras mit Unterwasserwelt-Bildern, Garifuna-Festen
und den Maya-Welten Copans zog die Anwesenden soweit in Bann, dass sie
erst nach letzten Fragen gegen 23.00 Uhr (knapp 3 1/2 Stunden nach Beginn!)
aufbrachen. - Und was für ein wunderbares Feedback - danke!
Beatriz Huertas Castillo, IWGIA Verlag, Copenhagen 2004, ca. 28 Euro
Heute hat Beatriz Huertas ihr Buch "Los Pueblos Indígenas en Aislamento"
ca. 70 Interessierten im Rahmen einer Veranstaltung der Lateinamerika-Gruppe
der Univerität Frankfurt am Main vorgestellt.
Die peruanische Ethnologin befasst sich bereits seit über zehn Jahren mit
Problemen und Perspektiven der indigenen Völker und erklärt in ihrem Buch,
warum die indigenen Völker im Urwald Perus Außenkontakte ablehnen: viele
haben in ihren ersten Begegnungen mit Holzfällern oder Wildjägern traumatische
Erfahrungen gemacht. Außerdem haben Außenkontakte bis dahin
unbekannte Krankheiten übertragen, die das Immunsystem vieler Indigenas
überforderten und für diese tödlich endeten.
Die selbst gewählte Isolation der Indigenen wird jedoch immer wieder
untergraben: Film und Fernsehen versuchen, durch weitere Erforschung von
Urwaldgebieten und ihrer Bewohner/innen ihren Profit zu mehren. Viele Jäger,
Holzfäller, Fischer und Missionare respektieren keineswegs, dass Landstriche
den indigenen isolierten Völkern gehören und diese Kontakt ablehnen. Und
auch der peruanische Staat agiert doppelzüngig: Einerseits werden auf
Druck nationaler und internationaler Organi-sationen Gesetze zum
Schutz der indigenen Völker
geschaffen - gleichzeitig werden diesen Völkern zustehende Gebiete an
Erdöl-gesellschaften verkauft und Zwangsumsiedlungen vollzogen.
Fünf Reservate wurden im Zeitraum 1990 bis 2002 für die 14
"isoliert lebenden " indigenen Völker Perus ausgewiesen. Aber nicht
einmal in diesen Gebieten sind die Indigenen Völker vor infizierenden
Außenkontakten sicher. Ihr Lebensraum wird zunehmend eingeschränkt
und weiter von anderen ausgebeutet.
Die Autorin und Beraterin der interethnischen Gesellschaft AIDESEP legt
Finger auf viele Wunden, zeigt aber auch Hoffnungsfenster auf.
Mehr Informationen zu diesem Thema bietet die International
Working Group on Indigenous Affairs (IWGIA), die Asociación Interétnica de
Desarrollo de la Selva Peruana (AIDESEP), das Klima-Bündnis
- und das oben genannte Buch,
das allerdings nur auf englisch und - in etwas kürzerer Fassung -
auf spanisch erhältlich ist (Lima, Peru, 2002, ISBN: 87-90730-57-7).
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Film von Fernando Solanas, Argentinien, 2004, 118 Minuten
Dieser Dokumentarfilm bietet ein Streiflicht auf die Geschichte
Argentiniens - eine Geschichte von verratenen Hoffnungen,
Korruption, sich bereichernden Politikern und Firmen, von wachsenden
Schuldenbergen und Elend. Viele Namen, viele Zahlen, viele Gesichter
prasseln auf die Zuschauer/innen ein.
Der Film beschreibt auf
beeindruckend-erschreckende Art die katastrophalen Auswirkungen
der Globalisierung. Aber er zeigt auch kleine Hoffnungsschimmer,
Proteste, Widerstand... "El pueblo unido jamas sera vencido".
Der Film hatte im Rahmen der Berlinale 2004 seine Weltpremiere, dabei
wurde das Lebenswerk seines Regisseurs Fernando Solanans geehrt.
Wer noch die Chance hat, diesen Film irgendwo zu sehen - ich kann
ihn nur wärmstens empfehlen!
Hier ist auch Platz für Länderinfos oder besondere Reisetipps von Euch, neue Infos über interessante Projekte vor Ort.... nun... für alles, was mir zuflattert und Euch interessieren könnte! Freue mich auf Euer Feedback - und ggf. Eure Beteiligung! :-)